Seit Beginn des Schuljahres 2006/2007 arbeiten wir in Kooperation mit der Waldhofschule an einem Projekt mit, das den Aufbau einer Schülerfirma beinhaltet. Teile des Stadtwaldes werden durch die Schülerfirma bewirtschaftet. Schüler erwerben Kenntnisse und Erfahrungen durch unmittelbare Anschauung und persönliche Erlebnisse im Wald. Sie lernen sowohl biologische als auch wirtschaftliche Zusammenhänge in Theorie und Praxis kennen. Besonders Schüler der Klasse 9 grün sind von Anfang an dabei. Sieben Schüler der Klasse engagieren sich im Wahlpflichtbereich Naturwissenschaften für den Aufbau des Projektes. Sie sollen auch andere Schüler über das Projekt informieren.

Unsere Stammgruppe:

  • Jenny Ewald
  • Franziska Heise
  • David Hummel
  • Robert Baron
  • Christopher Wolter
  • Philipp Krause

Betreuer:

  • Herr Lange
  • Frau Murr

Nun schon seit Jahren sind die Projekttage der 10. Klassen in der Gedenkstätte Ravensbrück ein fester Bestandteil der Bildungs- und Erziehungsarbeit an der Templiner Oberschule. Die diesjährigen Projekttage standen unter dem Motto "Die Würde des Menschen". Die drei 10. Klassen, die jeweils von ihren Geschichtslehrern Frau Kirchner, Frau Holzer, Frau Döring sowie Herrn Rothe vorbereitet und während des Projekts begleitend betreut wurden, hatten sich in diesem Jahr in einem 3tägigen Projekt mit durch die Gedenkstätte Ravensbrück völlig neu aufbereiteten Forschungsaufträgen auseinander zu setzen. So erforschten die jeweiligen Gruppen insbesondere das Leben der in Ravensbrück geborenen und mit den Häftlingstransporten angekommenen Kinder. Viele Schüler wurden dabei erstmals mit Beispielen der von den Nazis praktizierten Euthanasie, d.h. "der Vernichtung lebensunwerten Lebens" konfrontiert. Bei der Führung, in der Ausstellung und bei der Untersuchung von Quellen wie z.B. dem Geburtenbuch fanden die Schüler heraus, dass täglich etwa 8 Säuglinge in Ravensbrück geboren wurden, und dass von den 600 zwischen September 1944 und April 1945 Neugeborenen nur 40 Babys überlebten. 

VersteigerungAm 10.11.2011 war es endlich so weit, das von unserer Schülerfirma ausgewählte Holz kam unter den Hammer. Im Wahlpflichtunterricht Naturwissenschaften haben sich die Auktionatoren gut auf ihre Rolle vorbereitet.

Am frühen Morgen wurden die rund 110 Festmeter unterschiedlichen Holzes erst einmal von den Vertretern der Holzwirtschaft auf den vier Lagerstätten begutachtet.

Gegen 11.30Uhr trafen sich alle Beteiligten, darunter auch die Bürgermeister der Stadt Lychen und der Stadt Templin, Herr Klemkow und Herr Tabbert, im Lychener Flößermuseum zur Versteigerung. Die Revierförster Herr Alexandrin, Herr Schuppelius, Herr Hierdeis und Herr Lange unterstützten die ausgewählten Schülervertreter bei ihren Aufgaben.Lukas Dochow, Jessica Hoffmann und Rebecca Reefschläger konnten als Auktionatoren überzeugen und das Holz aus dem Schulwald verkaufen.

Das von uns gedrehte Video in Vorbereitung auf die Auktion beendete die Veranstaltung. Im Film erfahren Interessierte eine Menge über nachhaltige Waldwirtschaft. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle Herrn Lange von der Waldhofschule Templin, er hat uns in allen Belangen unterstützt und gut vorbereitet.

Ravensbrück 2010Seit Jahren lernen wir Schüler der Oberschule den Geschichtsstoff nicht nur im Unterricht mit Hilfe von Büchern, Berichten oder Vorträgen kennen, sondern wir fahren in jedem Schuljahr an mindestens einen historisch bedeutsamen Ort. In Burg Stargard erfuhren wir Genaueres über die Hexenverfolgung, in Potsdam waren wir auf den Spuren der Hohenzollern unterwegs und im Deutschen Technikmuseum in Berlin sahen wir an Beispielen, welche Auswirkungen die industrielle Revolution hatte.

Seit mehreren Monaten versuchen wir, die Zeit des Nationalsozialismus zu verstehen. Wir wussten bereits, dass ganz in unserer Nähe eines der Konzentrationslager bestand. Am 20. und 21.04.2010 führten unsere Klassen eine Exkursion nach Ravensbrück durch. Auf dem Wege dorthin, in Hohenlychen, wurden wir durch unseren Lehrer zum ersten Mal mit der Geschichte des Frauen- KZ konfrontiert. Im damaligen SS- Sanatorium Hohenlychen praktizierte der Arzt Prof. Gebhardt, der an polnischen Häftlingsfrauen aus Ravensbrück medizinische Versuche durchführte.


Der Rundgang durch das Lager war für viele von uns erschreckend. Obwohl durch die Nachnutzung durch die sowjetische Armee die meisten historischen Gebäude nicht mehr vorhanden sind, konnten wir uns ein Bild vom Lager, dem Leben und Sterben dort, den Opfern und den Tätern machen.

Maria sagte dazu: „Mich hat es schockiert, wie die Menschen damals leiden mussten. So einen Horror kann es doch nicht geben!“

Michael schreibt dazu: „Der Besuch in der Gedenkstätte Ravensbrück war historisch gesehen sehr interessant, jedoch menschlich gesehen sehr traurig, da man sehen konnte, wozu Menschen fähig sind, was sie anderen antun können. Ich nahm extra Blumen mit, um der ehemaligen Häftlinge zu gedenken.“

David meint: „In Ravensbrück waren manche erschreckende Bilder. Das man Menschen so quälen kann, ist einfach unvorstellbar für mich! Es kommt mir so vor, als wenn es wie Kannibalismus wäre, da man sogar Menschenteile wiederverwertete. Es ist einfach nur erschreckend, wie die Nazis dachten.“ Es war für uns wichtig, dass wir uns selbst ein Bild vom Terrorsystem der Nazis machen konnten.

Jenny Lemke, Klasse 9 orange

RavensbrückRavensbrück

Ravensbrück

VON LISA LEHMANN TEMPLIN

„Jetzt fühle ich mich selbst wieder wie ein Schüler, der etwas ganz Neues lernen muss“, lacht Petra Lamm, Leiterin der Templiner Kinder-Öko-Insel „Spatz“. Am Montag ließ sie sich von drei Schülern der Oberschule Templin in den Umgang mit einer Homepage einweisen. Schon seit Längerem schwebte Petra Lamm vor, für die Kinder-Öko-Insel eine Internetseite einzurichten, auf welcher sich Eltern und Kinder über die anstehenden Veranstaltungen informieren können. Mit diesem Anliegen wendete sie sich an die Oberschule: „Mir wurde sofort die Schülerfirma ans Herz gelegt“, erzählt sie. Die Schülerfirma, das sind Leon Stazlik, Alexander David und Jakob Zander sowie ihr Betreuer Harald Rau. Die Gruppe hat sich zusammengefunden, um alte Computer zu reparieren, aufzuarbeiten und anschließend kostengünstig zu verkaufen, aber auch um Internetseiten ins Leben zu rufen – so wie für die Öko-Insel.