In der 10. Klasse führen die Schüler vor Weihnachten ihr zweites Betriebspraktikum durch. Viele Schüler nutzen die Möglichkeit, um sich ein weiteres Unternehmen genauer anzusehen. Zu einer selbst gewählten Praxislernaufgabe erstellen die Schüler eine kleine Arbeit. Die Erfahrungen aus dem ersten Praktikum wirken hier sehr positiv.

Das Praktikum wird im neuen Jahr ausgewertet und die Belegarbeit vervollständigt. Dazu arbeiten die Schüler in einer E-Learningumgebung.

Schülerstimmen zum Praktikum

Ich habe mich in meinem Praktikum mit folgen Tätgkeiten beschäftigt:

  • Intstandhaltung von LKW's
  • Intstandhaltung von Brechanlagen
  • Intstandhaltung von Siebanlagen
  • Holz gemacht für die Werkstatt
  • Reperaturarbeiten an Bagger
  • Aufräumarbeiten in und um der Werkstatt

Im Vergleich zu meinem ersten Praktikum war es anstregender. Ich habe mir Wissen über Bagger, Radlader, Krader, Siebanlagen und Brechanlagen angeeignet.

Im Praktikum kam es nur zu einem kleinen Konflikt, weil ich das Werkzeug liegen gelassen und es nicht sauber gemacht habe bevor ich es zurückgelegte.

Lisa TemplelEine 15-jährige Templinerin beschäftigt sich mit dem Vogel des Jahres 2008 und leistet dabei auch ganz praktische Naturschutzarbeit.

VON SABINE RACKELMANN

Wie ein kleiner König wirkt der Turmfalke mit seinem gefleckten Gefieder, während er am Himmel kreist. Plötzlich scheint er in der Luft zu stehen. Mit knappen schnellen Flügelschlägen hält er sich an einer Stelle, um eine Maus auf dem Erdboden zu entdecken, bevor er sich auf das kleine Tier stürzt. Dieses Schauspiel fasziniert Lisa Tempel. Bislang kennt sie diesen sogenannten Rüttelflug nur aus Büchern. Die 15-jährige Templinerin schreibt derzeit an einer Facharbeit über den Greif, der sich 2008 Vogel des Jahres nennen durfte. „So eine Arbeit ist in der 9. Klasse unserer Oberschule Pflicht und ich wollte ein naturwissenschaftliches Thema bearbeiten. Da schlug Mutti mir den Turmfalken vor. Ich fand die Idee gut“, sagt sie. Der Idee folgte bald die Tat. Lisa traf sich mit Arno Hinz in der Oberförsterei Milmersdorf. Er ist Großvogelschutzbeauftragter des Landesumweltamtes und Greifvogelberinger, kennt sich mit Falken sehr gut aus. „Herr Hinz hat mir Literatur gegeben, viel erzählt und Nistkästen mit mir gebaut“, berichtet Lisa. Inzwischen weiß sie viel über den kleinen Greifvogel. In ihrer Arbeit schreibt sie über sein Aussehen, seine Fortpflanzung, die Aufzucht seiner Jungen und Schutzmaßnahmen. Sie bedauert, dass sie bisher kein Küken in Natura sehen oder einem Altvogel über das Gefieder streichen durfte. Ihre Arbeit fällt in einen denkbar ungünstigen Zeitraum. „In der Brutsaison sind Turmfalken gut zu beobachten, weil sie sich häufig nah bei ihrem Nachwuchs am Horst aufhalten. Diese beginnt jedoch oft erst Ende März. Momentan ziehen sie noch viel herum, jagen auf Koppeln Mäuse und kleine Vögel“, erklärt Arno Hinz. Obwohl sich Lisa aufs Lesen beschränken muss, findet sie die Recherche nicht langweilig. „Es ist spannend. Wer weiß schon, dass der Turmfalke als einziger Greifvogel den Rüttelflug beherrscht und in Nestern zweiter Hand brütet. Er übernimmt gern die Behausung von Krähe oder Kolkrabe“, sagt sie. Arno Hinz freut sich über ihre Begeisterung. „Ich finde es wichtig, dass junge Menschen sich mit geschützten Arten beschäftigen. So lernen sie vielleicht bewusster mit der Natur umzugehen“, hofft er. Bei Lisa scheint das angekommen zu sein: „Im Bereich Templin brüten gerade mal zwölf Paare. Während 50 Mäusebussardpaare gezählt werden“, erklärt sie. Im Juni darf sie dabei sein, wenn Arno Hinz weiche weiß-graue Federknäule in den Horsten begutachtet.

Lychen

Alle Läufer des Wahlpflichtkurses II Sport absolvierten am 28.04.2012 erfolgreich die 8,5km- Strecke beim 31. Lychener Seenlauf. Schnellster Läufer der Gruppe war Henri Voß, er überlief die Ziellinie in einer Zeit von 39,35min. Damit war er 16. von insgesamt 103 männlichen Teilnehmern.

Das Bild entstand kurz nach der Anmeldung, Mandy Bandekow war zu diesem Zeitpunkt schon zur Probe für den Cheerleader- Auftritt.

Herzlichen Dank allen Läufern für ihren Einsatz!

Von unserem Mitarbeiter Jan Engler

PraxisOberschüler schwärmen aus: Neuntklässler versuchen sich im Lehrerjob, lernen, nicht nur das eigene Fahrrad zu reparieren oder die eigenen Sachen zu sortieren.

Wer dieser Tage in Templiner Firmen und Geschäften auf neue, ungewöhnlich junge Mitarbeiter triftt, hat möglicherweise Bekanntschaft mit einem Praktikanten geschlossen. Neuntklässler der Templiner Oberschule sind wie jedes Jahr um diese Zeit ausgeschwärmt, um in Praktika erste „Berufserfahrung“ zu erwerben. Die Arbeit soll die Entscheidung für eine Ausbildung erleichtern helfen.

SBP in der AutowerkstattIn der 9. Klassen absolvieren die Schüler der Oberschule Templin ein Praktikum in Templin und Umgebung. Sie erhalten in den letzten beiden Wochen vor den Sommerferien Einblicke in die Organisation eines Unternehmens.

Als Hauptziel sollen die Schüler ihr berufliches Selbstkonzept überprüfen und Berufsbilder hinterfragen. Die gesammelten Erfahrungen hinterlassen bei vielen Schülern positive Eindrücke. Dieser erste intensive Kontakt mit der Arbeitswelt gibt ihnen neue Ziele für das letzte Schuljahr.

Viele Praktikanten werden von ihrem Betrieb gelobt und können im günstigsten Fall Kontakte für Ferienarbeit, ein weiteres Praktikum oder sogar für eine Ausbildungsstelle nach der 10. Klasse knüpfen.

Wir möchten in diesem Zusammenhang allen Einrichtungen und Unternehmen für ihre aktive Hilfe danken.