Am 22. April 2021 findet der 19. Zukunftstag für Mädchen und Jungen statt.

Nähere Informationen sind im Nachfolgenden Elternbrief des MBJS und dem Flyer zum Zukunftstag enthalten.

 

Elternbrief Zukunftstag

Flyer Zukunftstag

Projekt „Mobbing- ohne uns!“ - ein Workshop für Schüler der 7. Klassen an der Oberschule Templin 9.11. - 13.11. 20

seit 6 Jahren Bildungsangebot der Schulsozialarbeit in Trägerschaft des Angermünder Bildungswerkes im Ganztag der Oberschule

„Das Projekt findet statt!“ Das war in den letzten Tagen die wichtigste Botschaft für die gemeinsame Arbeit. Bedingt durch das Virus und die damit verbundenen Hygienemaßnahmen mussten die Rahmenbedingungen für dieses Projekt völlig neu konzipiert werden.

So erleben die Schüler/innen, dass die  Sozialarbeiterinnen eine Bildungsaufgabe gemeinsam anpacken. Orientierung  für die Vorbereitung war dabei wieder der „ Anti-Mobbingkoffer“, ein methodisches Material der gemeinsamen Initiative der Techniker Krankenkasse und dem Bildungsministerium. Lehrerinnen der Oberschule  hatten sich 2015 vor Ort auf einer Fachtagung mit diesem vielseitigen Material vertraut gemacht und ihr Wissen weiter gegeben. Die  Schulsozialarbeiterinnen haben aus dem Material angepasst an die Schule und die aktuelle Situation ein ganz eigenes Projekt entwickelt. So haben  in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern die Schulsozialarbeiterinnen Katja Lorenz und Simone Dohmke, die Sozialarbeiterin Friederike Siebke und die Dipl. Sozialpädagogin Judith Braune einen Schultag voller Wissen rund um das Thema Mobbing vorbereitet. Das war schon das Besondere an sich. Vier Sozialarbeiterinnen konnten mit einer Klasse arbeiten und hatten so ideale Voraussetzungen für intensive Gruppenarbeit und genug Spielraum für jeden einzelnen Schüler. Das war wichtig für die inhaltlichen Veränderungen. Galt es die letzten Jahre, vorwiegend Wissen zu vermitteln, war jetzt einer der Schwerpunkte auch aktuelle Problemfelder innerhalb der neu gebildeten Klassen oder auch im Freizeitbereich zu bearbeiten. .Ein wichtiges Ziel in jedem Projekt besteht u.a. darin, soziale Kompetenzen zu fördern und demokratische Werte zu vermitteln und auch Disziplin - Gewalt- und Kooperationsprobleme auf zu decken.

Eine neue Herangehensweise  bestand auch in der Zusammenarbeit mit  den Sozialarbeitern des  Jugendhauses Villa 2.0. Jacob Schnaak, Heinrich Voigt und Jannes Wenzel entwickelten gemeinsam mit dem Oberschulteam neben der Gestaltung eines Parcours zum Thema Vertrauen, Ideen für die Wissensvermittlung zum Thema Cybermobbing mit dem Schwerpunkt: Handlungsstrategien für den richtigen Umgang im Netz. Gleichzeitig sollten die Schüler/innen die Möglichkeit haben, auf diesem Wege neue Ansprechpartner im Freizeitbereich kennen zu lernen.

Leider blieb uns nur die Planung, weil die Einrichtung durch die Coronasituation nicht öffnen konnte.

Mit Freude in die Schule gehen, sich wohl fühlen in der Klassengemeinschaft, gute Freunde haben, das wünschen sich Schüler und Schülerinnen wenn sie in eine neue Schule kommen.

Einen Tag lang können die Schüler/innen in ihrer Klasse erforschen, wie man positiv und konstruktiv miteinander umgehen kann. Dabei geht es darum, ein vertrauensvolles Miteinander in der Klasse zu schaffen und Wege zu finden, sich gemeinsam vor Mobbing zu schützen. Nicht jede Meinungsverschiedenheit wird gleich zu einem Konflikt und nicht jede Konfliktsituation ist Mobbing. Wie man das besser versteht und die Unterschiede begreift, können die Schüler/innen in Rollenspielen selbst ausprobieren. Wissensvermittlung zum Mobbing ist wichtig. Darin waren sich alle in Vorbereitung auf das Projekt einig. Wenn man weiß, wie ein Täter eigentlich mehr Zuspruch durch die Klasse bekommt und welche Verantwortung auch die haben, die Mobbingverhalten dulden oder aus dem Bedürfnis der Anerkennung zum Mitläufer werden, können alle jeden Tag mehr dafür tun, dass Mobbing keine Chance hat. Grundsätzlich geht es aber vor allem auch darum, wie man im Schulalltag konstruktiv Kritik üben kann und nicht verletzende Ärgermitteilungen äußert.

Für die Schüler/innen war dieses Projekt eine Chance, einen geschützten Rahmen zu haben, auch eigene Standpunkte los zu werden und die Meinungen der Anderen kennen zu lernen. Viele Wünsche landeten in schriftlicher Form im Anti-Mobbingkoffer, der als Symbol für ein respektvolles Miteinander steht. Sicher ist allen Beteiligten des Projektes klar, dass so ein Tag nicht alle Problemfelder sofort aus der Welt schafft. Vielmehr geht es darum, nichts unversucht zu  lassen, ob im alltäglichen  Unterrichtsgeschehen in Klassenleiterstunden, Sozialstunden oder im Klassenrat immer wieder deutlich zu machen: Man darf seine Meinung sagen, aber bitte nicht verletzend! Wer das nicht kann, braucht Hilfe und Unterstützung und wer dass bewusst nicht will, der braucht Grenzen zum Schutz der Anderen. Einige Schüler/innen bedankten sich für die vertrauensvolle Atmosphäre in dieser Projektzeit. Äußerungen, wie von Jan 7 gelb „Durch das Projekt konnte ich meine Mitschülerinnen besser verstehen und bereifen, was sie so fühlen. Da gab es auch ganz persönliche Offenbarungen die helfen, mehr Verständnis für den Andern zu haben. Vanessa aus der 7 gelb meinte abschließend: „ Ich kann vieles jetzt besser einordnen und weiß, dass wir in unserer Klasse erst mal ein super Vertrauen aufgebaut haben.“ Und solche Momente sind für die Sozialarbeiterinnen gerade auch in diesen schwierigen Corona bedingten Zeiten eine Bestätigung, dass es sich immer lohnt, zusätzliche Bildungsprojekte in der Schule anzubieten.

Katja Lorenz Schulsozialarbeiterin

Auch in diesem Jahr gab es für die Schüler der 7. Klassen in der ersten Schulwoche einen einen Schultag, der von den Sozialarbeitern der Schule organisiert wurde.

Die Geburtsstunde für dieses Projekt lag in den Händen der Schulsozialarbeiterin Katja Lorenz. Sie hatte die Idee, Teamarbeit in der neuen Klasse schon am ersten Tag auf den Prüfstand zu stellen. Denn ohne Teamarbeit funktioniert es nicht.

„Wenn zwei Menschen miteinander zu tun haben, gehen sie eine Beziehung ein. Man überlegt, was man von einander hält, wie man miteinander umgeht und wie man zueinander steht. Wenn man sich gut versteht, und die Beziehung nicht durch negative Gedanken, Misstrauen, ungeklärte Konflikte oder Vorurteile getrübt ist, kann alles gut funktionieren. Das gilt auch für eine Klasse! Wenn alle gut zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen, umso besser ist der Teamgeist, also die Atmosphäre innerhalb der Klasse.“, so Katja Lorenz

Umso glücklicher war sie, dass in der Vorbereitung auch im sozialen Bereich endlich Teamarbeit möglich wurde. Simone Dohmke, seit März 2019 als zweite Schulsozialarbeiterin in der Schule tätig sprudelte voller neuer Idee. Gemeinsam mit Friederike Siebke vom Projekt „Begleitendes Lernen“ entwickelten die drei Sozialarbeiterinnen schon am Ende des alten Schuljahres Projektinhalte. So stand fest, dieser Tag sollte unbedingt im Freien und außerhalb von Schule stattfinden. Als ein flexibler, zuverlässiger  Partner erwies sich das MKC Templin. Die Mitarbeiter verstanden ihren Teamgeist darin, einen Standortwechsel von der Kurmeile zu ermöglichen. Denn für diese Tage war der geplante Projektort Kurmeile ein viel zu heißes Pflaster.

92 Schüler und Schülerinnen genossen so die angenehme Festwiesenkühle und die besondere Atmosphäre am Stadtsee. Besser hätten die Bedingungen gar nicht sein können.

Der Einstieg in das Projektthema wirkte fast etwas märchenhaft. Schließlich galt es, den Teamgeist symbolisch aus der Flasche zu locken und mit einem Namen zu kreieren.

Der Teamgeist ist ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und macht gute Laune, auch wenn es mal schwierig wird. Ganz wichtig: Das Team steht zusammen, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Das Wir- Gefühl steht dabei im Vordergrund und nicht das Ich.

Die Kennlernspiele ermöglichten erst mal einen regen Informationsaustausch. Die Merkfähigkeit der Klassenlehrer wurde nicht nur für die Namen auf die Probe gestellt. Geometrische Kenntnisse kamen bei den Gruppenaufgaben auf den Prüfstand. Ob alle oder in kleinen Gruppen, zu zweit oder allein, der Teamgeist zeigte schnell seine Zauberkräfte für ein erfolgreiches Miteinander. Nicht schlecht staunten die Schüler, als sie  ein lebendes GPS Gerät bedienen mussten. Die Sozialarbeiterin Frau Dohmke schlüpfte kurzerhand in diese technische Rolle und begeisterte mit   Geocaching rund um das MKC mit  ihre kreativen Idee für die Wegbeschreibung. Selbst die MKC Mitarbeiter hatten in der Mittagspause ihre Freude an dem aktiven Geschehen auf ihrem Gelände. Für einen Schultag wurde für die Schüler deutlich die Botschaft des Teamgeistes sichtbar, der sagt: Ich bin bei euch, wenn ihr gern mit anderen zusammen  seid und  Vertrauen habt, euch in der Klasse einordnen könnt, ohne euch selbst dabei total zu verändern. Spürbar ist dieser Geist, wenn ihr keine Angst vor Konflikten habt, sondern sie mit Anderen gemeinsam löst.

Teamarbeit ist auch die Arbeitsbotschaft der Sozialarbeiterinnen an der Schule. Für sie ist jeder Schüler einzigartig, gleichzeitig ist es aber wichtig, dass die Schüler bewusst erleben, wie wichtig es ist, persönliche Interessen zu Gunsten einer Klassenentscheidung zurück zustellen. Regeln zu entwickeln, die das Leben in der  Klasse erleichtern, ist die Grundlage für ein friedliches Miteinander. Ohne einen sportlichen Wettkampf darf so ein Teamgeisttag natürlich nicht enden. Denn immerhin sind von vier frisch gebackenen Klassenlehrern drei Sportlehrer. Ganz ohne Sportgeräte entstand ein witziger Parcours als Klassenaufgabe. Und nun hängen schon die Ergebnisse im Schaukasten und Bilder geben allen die Möglichkeit Anteil an diesem Tag zu nehmen. Denn das ist auch Teamgeist Qualität an der Schule.     Katja Lorenz, Simone Dohmke, Friederike Siebke

Am 10.01.2018 ging es in der Turnhalle unserer Schule „heiß“ her. Für das diesjährige Volleyballturnier hatten sich acht Mannschaften angemeldet. Die einzige Bedingung für die Teilnahme war, dass in jeder Mannschaft drei Mädchen und drei Jungen auf dem Spielfeld stehen.

Die Vorrundenspiele wurden in zwei Staffeln gespielt, bereits hier ging es richtig zur Sache. Die Klassenkameraden unterstützten ihre Mannschaften unüberhörbar. Bereits bei diesen Spielen war untereinander Fairness angesagt, gute Ratschläge von der Bank ließen natürlich auch nicht auf sich warten.

Bei den Platzierungsspielen war die Hallensituation ähnlich, Spielengagement auf dem Feld sowie begeisterte und unterstützende Klassenkameraden waren das Fazit dieses Nachmittags. Hier die Endergebnisse:

1. Platz Klasse 10 blau 1.Mannschaft
2. Platz Klasse 10 grün 2.Mannschaft
3. Platz Klasse 10 orange 2.Mannschaft
4. Platz Klasse 10 grün 1.Mannschaft
5. Platz Klasse 10 gelb 2.Mannschaft
6. Platz Klasse 10 gelb 1.Mannschaft
7. Platz Klasse 10 orange 1.Mannschaft
8. Platz Klasse 10 blau 2.Mannschaft

Allen Teilnehmern ein großes Dankeschön für ihren Einsatz, so konnte diese Veranstaltung zu einem Höhepunkt unseres Sportjahres werden.

 

 

 

 

Erste Begegnungsveranstaltung zwischen fremdsprachigen und deutschen Schülerinnen und Schülern war ein voller Erfolg.

Was heißt „Was hast du gesagt“ auf Persisch? Und vor allem, wie schreibt man das? Schülerinnen und Schüler der Oberschule Templin hatten im Rahmen einer Veranstaltung mit dem Titel „Sag ... Hallo!“ am 18.12.2017 die Gelegenheit, einmal die Welt ihrer fremdsprachigen Mitschüler abseits des täglichen Unterrichts kennenzulernen. Bei tschetschenischem Essen und dem berührenden Video "Integration" des Syrers Assem Kakoura aus Templin, über die täglichen Hürden beim Verstehen der deutschen Sprache sowie mit beeindruckenden Berichten über Fluchterlebnisse und Informationen zu Syrien vor und nach dem Krieg, kamen sich deutsche und fremdsprachige Jugendliche näher. Auch das gemeinsame Trommeln und die Gespräche an den Tischen der Cafeteria sorgten für ein besseres Kennenlernen. Die Sozialarbeiterin Katja Lorenz moderierte dabei die rund zweistündige Veranstaltung mit viel Witz und Elan. Eyleen aus der 9. Klasse fasste den Nachmittag ganz im Sinne der rund 40 teilnehmenden Schüler und Schülerinnen so zusammen: „Sonst reden wir ja nicht so viel mit den geflüchteten Schülern. Es war gut, jetzt auch mal etwas über ihr Leben zu erfahren.“ Wie schwer es ist in einer fremden Schrift zu schreiben, konnten einige Erwachsene und Jugendliche anschließend gut selbst nachfühlen, indem sie einmal versuchten, Worte auf Persisch zu schreiben. „Was hast du gesagt?“ stand schließlich krumm und schief, aber doch einigermaßen richtig, auf Persisch an der Tafel. Die Schülerin, die allen gezeigt hatte, wie man das richtig schreibt, lächelte dabei nachsichtig.

Eine Fortsetzung der Veranstaltung ist geplant. Christine Berger